Große Zukunftspläne für den Nachwuchs

Eine bunte Kaffeetafel präsentiert sich den Eltern, welche zum Babyempfang geladen sind, im Gemeindeamt Wachau. Da, wo die Gemeinderäte sonst die Köpfe zusammen stecken, treffen sich mehrmals im Jahr die Kleinsten Einwohner aus allen Ortsteilen. Sind 10 bis 12 Neuankömmlinge gemeldet, werden die Einladungen verschickt und Bürgermeister Veit Künzelmann lädt zum Babyempfang ein. Meist geschieht das etwa 4 mal im Jahr.

 

Am vergangenen Donnerstag, den 09.11.2017 war es wieder soweit. Die Runde war zwar etwas kleiner als gewohnt, da manche Familie durch Krankheit absagen musste, doch eine interessante Gesprächsrunde ergab sich trotzdem. Veit Künzelmann plauderte mit den Eltern über Einwohnerzahlen, die kommunale Entwicklung, das Kita- und Schulangebot der Gemeinde und die Zukunftspläne rund um Fusion, Einwohnergewinnung und Erweiterung der Infrastruktur. Ein Thema bewegte die jungen Eltern allerdings am Meisten: Wie sieht es künftig in Sachen Oberschule aus? Vor mehr als 10 Jahren wurde die Mittelschule Wachau aufgrund fehlender Schülerzahlen geschlossen. Die rasante Entwicklung nicht nur wachsender sondern auch zuziehender Familien lässt den Ruf nach einem erneuten Schulstandort Wachau wieder laut werden. Die Prognosen stehen gut, meint auch der Bürgermeister. Denn entgegen der allgemeinen Statistik wurde nun gerade für den Raum Wachau, Radeberg, Dresden ein Wachstum vorausgesagt. Etliche Unternehmen bauen oder erweitern – bestes Beispiel: das Hohmann-Werk bei Müllermilch in Leppersdorf – und benötigen zukünftig neue Arbeitskräfte, die sich dann wohl zumeist in der Region wohnhaft niederlassen.

 

Bereits zur Einwohnerversammlung in Lomnitz zum Thema Gemeindefusion Wachau, Lichtenberg, Großnaundorf wurde das brisante Problem des nicht vorhandenen Baulandes diskutiert. Zwar wird es zukünftig auf dem  Gelände des Rittergutes in Seifersdorf Bauland geben, das reicht natürlich bei Weitem nicht aus. So sitzen die Gemeindeoberhäupter momentan über den Plänen wo und wie die wachsende Bevölkerung sich niederlassen kann. In Wachau ist eine Erweiterung der Wohnbebauung im Bereich des Sportplatzes geplant. Außerdem könnte an der Schulstraße, hinter dem Gelände der Grundschule, Bauland erschlossen werden. Alle Möglichkeiten werden momentan geprüft und bearbeitet. Im Rittergut Seifersdorf sind nun lediglich denkmalrechtliche Fragen offen und die Thematik Regenablauf muss geklärt werden. Somit könnte eine Erschließung 2018 auf den Weg gebracht und die Bauarbeiten 2019 begonnen werden.

 

Die Kleinsten Einwohner, welche sich zum Babyempfang kennenlernten, dürfte das wohl noch völlig kalt lassen. Sie genießen erst einmal die volle Aufmerksamkeit der Eltern und ziehen bald in eine der Kindertagesstätten der Gemeinden ein. Nach einer spannenden Kaffeerunde und einem kleinen Erinnerungsfoto, verabschiedete man sich und brachte den Nachwuchs samt Präsent von der Gemeinde nach Hause.

 

Text & Fotos: Radeberger Heimatzeitung

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