Öffentliche Bekanntmachung

Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung

Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

 

 

Der Gemeinderat der Gemeinde Wachau hat in seiner Sitzung am 12.04.2017 den Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung in der Fassung vom 12.04.2017 gebilligt und zur Offenlage bestimmt.

 

Entsprechend § 3 Abs. 2 BauGB wird der gebilligte Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung in der Fassung vom 12.04.2017 einschließlich der Begründung und den nach Einschätzung der Gemeinde Wachau wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt, und zwar

 

vom 17. Mai 2017 bis einschließlich 19. Juni 2017 zu

den Dienstzeiten im Bauamt der Gemeinde Wachau, Teichstraße 4, 01454 Wachau.

 

Parallel kann auf der Internetseite der Gemeinde Wachau unter www.wachau.de der Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung eingesehen werden.

 

Während dieser Auslegungsfrist können von jedermann Bedenken und Anregungen zum Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gemeinde Wachau vorgebracht werden.

 

Nicht fristgemäß vorgebrachte Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung zum Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

 

Ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung ist unzulässig, soweit in ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber hätten geltend gemacht werden können.

 

Es liegen folgende umweltbezogene Informationen vor:

 

-       Grünordnungsplan i.d.F. vom 12.04.2017

Auf der Ebene des Bebauungsplans erfolgt die Darstellung und Begründung der konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege und der ihrer Verwirklichung dienenden Erfordernisse und Maßnahmen im Grünordnungsplan.

 

Dieser enthält Angaben über

  1. den vorhandenen und den zu erwartenden Zustand von Natur und Landschaft,
  2. die konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege,
    1. die Beurteilung des vorhandenen und zu erwartenden Zustands von Natur und Landschaft nach Maßgabe dieser Ziele einschließlich der sich daraus ergebenden Konflikte,
    2. die Erfordernisse und Maßnahmen zur Umsetzung der konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege

 

-       Umweltbericht zum Bebauungsplan i.d.F. vom 12.04.2017

Dem Umweltbericht zum Entwurf des Bebauungsplans können Informationen zu möglichen Auswirkungen der Planung auf die Schutzgüter Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft/Klima, Landschaft, Kultur- und Sachgüter entnommen werden.

 

Im Mittelpunkt des vorliegenden Umweltberichtes steht die Prüfung potenzieller, erheblicher Umweltauswirkungen der planerischen Neuausweisungen.

 

 

Wesentliche Ergebnisse der Umweltprüfung sind:

  1. Infolge des Bebauungsplans ist in erster Linie mit der Versiegelung von 3,4 ha Boden und dem Verlust von 2,2 ha Biotoptypen mit hoher und sehr hoher Bedeutung sowie 2,0 ha Biotoptypen mit mittlerer bis nachrangiger Bedeutung zu rechnen.

 

  1. In geringem Umfang (0,25 ha) sind besonders geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG (Binsen-, Simsen- und Schachtelhalmsumpf sowie Magere Frischwiese) betroffen.

 

  1. Der Verlust von 0,41 ha sichtverstellenden Waldflächen wird als Eingriff in das Landschaftsbild gewertet. Es werden Waldumwandlungen im Umfang von 0,54 ha (vorrangig betroffen Aufforstungsflächen) vorbereitet.

 

  1. Die Eingriffe sind durch die im Bebauungsplan dargestellten Entsiegelungsmaßnahmen in Lichtenberg und Pulsnitz sowie durch Aufforstung von naturnahen Laubmischwäldern, Pflanzung von Feld- und sonstigen Hecken und Extensivierung von Grünland im Umfeld des Gewerbegebietes ausgleichbar. Der Verlust der besonders geschützten Biotope wird funktions- und flächengleich im unmittelbaren Umfeld ausgeglichen.

 

-       PB Schubert, 12.04.2017: Artenschutzfachbeitrag zur 3. Änderung des Bebauungsplans

Schwerpunktmäßig betroffen sind die Artengruppen Vögel und Amphibien. Mittels Vermeidungs- und vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen können artenschutzrechtliche Verbotstatbestände ausgeschlossen werden.

 

-       Büro für Geotechnik, 18.01.2017: Geotechnisches Gutachten zur Hauptuntersuchung des Baugrundes und zur hydrologischen Untersuchung der Sickerfähigkeit sowie des Wasseranfalls auf einer unbebauten Fläche

Das Gutachten beinhaltet Aussagen zum Baugrund sowie zur von der derzeitigen Geländeoberfläche anfallenden Wassermenge, die in den Geräumbach eingeleitet wird.

 

-       umweltbezogene Stellungnahmen zum Vorentwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderungi.d.F. vom 08.06.2016
mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Wasserrecht: Schwerpunkt Oberflächenabfluss, Hinweis auf wasserrechtliche Erfordernisse
  • Forst: Erfordernis einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls für die Waldumwandlung im Rahmen der Umweltprüfung zum B-Plan
  • Naturschutz: Notwendigkeit der rechtlichen Sicherung der Kompensationsflächen sowie einer Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung

 

 

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